18. September 2011, Capitol Offenbach

Die Capitol Classic Lounge startet am Sonntag, 18. September, um 17 Uhr mit einem Paukenschlag: Furiose Musik von Antonin Dvořák und Rolf Rudin mit der Neuen Philharmonie Frankfurt eröffnen die Spielzeit 2011/12. Auf dem Programm steht auch Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert mit einer der herausragenden Geigerinnen der Schweiz: mit Julia Becker, Konzertmeisterin des hoch renommierten Tonhalle Orchesters Zürich. Am Dirigentenpult steht der zuletzt beim Lichterfest zu erlebende Jens Troester.

Mendelssohns Violinkonzert gilt als das mit atmosphärenstärkste des Genres. Es beeindruckt ebenso mit faszinierend romantischen Sphären wie es mit strahlender Virtuosität glänzt. Passend gegenübergestellt ist die siebte Sinfonie von Antonín Dvořák, vielleicht die imposanteste des Komponisten. Sie vereint den Elan seines bekanntesten Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ mit dem Glanz des hochromantischen Orchesters, das in fast wagnerischer Wucht, so gut wie immer mit sprudelnder böhmischer Musizierfreude, eingesetzt ist. Ein Erlebnis von Strahlkraft und Energie.

In einer Uraufführung zum 50. Geburtstag des Komponisten erklingt zudem die „Bacchanale“ von Rolf Rudin in der Version für Sinfonieorchester, eigens geschrieben für die Capitol Classic Lounge. Rudin, dessen Werke regelmäßig auf mehreren Kontinenten zu Gehör kommen, hat damit eine rauschhafte Komposition von nahezu filmmusikalischer Bildlichkeit geschrieben, die gleichwohl eine ganz eigene Feder offenbart.

Die Solistin des Abends, Julia Becker, ist in Rhein-Main keine Unbekannte. Von 1993 bis 95 war sie erste koordinierte Konzertmeisterin am Hessischen Staatstheater Darmstadt und auch in der Region vielfach in Kammermusikabenden und als Solistin aktiv. Sie erhielt im Alter von sechs Jahren ihren ersten Geigenunterricht beim Vater. 1985-87 war sie Jungstudentin bei Igor Ozim an der Musikhochschule Köln und 1986-89 Mitglied im Jugendorchester der Europäischen Gemeinschaft (ECYO) unter der Leitung von Claudio Abbado, Zubin Mehta und Vladimir Ashkenazy.

Nach dem Abitur trat sie 1987 in die Berufsausbildungsklasse von Igor Ozim ein und studierte auch Kammermusik mit dem Amadeus-Quartett. 1989 wechselte sie an die Musikhochschule Freiburg zu Prof. Rainer Kussmaul, wo sie 1992 das Diplom «mit Auszeichnung» erhielt. 1990 gewann Julia Becker den Förderpreis der Brahms-Gesellschaft Baden-Baden. Nach ihren Darmstädter Jahren ging sie direkt nach Zürich. 1996 bis 2000 spielte sie zudem im Orchester der Bayreuther Festspiele. Von 2002 bis 2004 studierte sie an der Hochschule Musik und Theater Zürich in Winterthur bei Prof. Nora Chastain und erwarb dort 2004 das Solistendiplom.

Jens Troester, der die Philharmonie beim Saison-Eröffnungskonzert leitet, stand zuletzt beim Lichterfest am Pult der Philharmoniker und schlug gemeinsam mit Orchester, Solisten und Publikum die Schlacht gegen das mäßige Wetter. Er ist kommissarischer Generalmusikdirektor bei Theater&Philharmonie Thüringen in Gera sowie Gastdirigent diverser weiterer Häuser.

Die Einführung „Praeludium“ gibt es um 16 Uhr mit Ralph Philipp Ziegler, dem Künstlerischen Leiter der Reihe, und Gästen.

Karten für das Konzert gibt es im OF InfoCenter, Salzgässchen 1.

FOTO Jens Troester
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