11. Oktober 2014, Congress Park Hanau

Heimat ist subjektiv und objektiv zugleich. Da,

wo wir herkommen, da, wo wir sind, da, wo wir

uns hinsehnen. Antonín Dvořák schreibt seine

bekannteste Sinfonie in den USA als Hommage

an das außergewöhnliche Land, das ihn, den charakteristischen

Böhmen, als Hoffnung für eine

amerikanische Nationalmusik nach New York

geholt hatte.

Sein Cellokonzert schreibt er 1894/95 kurz

vor der Rückreise nach Böhmen, für dessen

Volksmusik neben deutlichen Spuren in seinem

Gesamtwerk bei ihm besonders die charakteristischen

„Slawischen Tänze“ stehen. Feuer

haben alle diese Werke – nicht nur in der legendären

Filmszene in den „Hexen von Eastwick“,

in der Susan Sarandons Cello während Dvořáks

Musik angesichts der dämonischen Präsenz Jack

Nicholsons bildlich Feuer fängt. Diese Zündkraft

potenziert der grandiose Cellist Wen-Sinn Yang,

der als einer der bedeutendsten Cellosolisten des

deutschsprachigen Raums gilt.

Miklós Rózsa ist als Filmkomponist von „Ben

Hur“, „El Cid“, „Quo Vadis“ und vielen anderen

Filmklassikern weltberühmt geworden – und

blieb doch durchgehend auch der Konzertmusik

und den musikalischen Zügen seiner ungarischen

Heimat treu. Sein erster großer Erfolg „Thema,

Variationen und Finale“ war gleichzeitig 1943,

zehn Jahre nach seiner Entstehung, Leonard

Bernsteins legendäres Debutwerk mit dem New

York Philharmonic.

Miklós Rózsa (1907-1995)
Thema, Variationen und Finale op.13
Antonín Dvořák (1841-1904)
Suite aus „Slawische Tänze“ aus op.46 und 72
Antonín Dvořák
Konzert h-moll für Violoncello und Orchester, op.104

Solist:
Wen-Sinn Yang, Cello
Dirigent:
Jens Troester

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