12. Februar 2017, Capitol Theater Offenbach

Phantom der Oper

Das Grauen kommt in Schwarzweiß

„Das Phantom der Oper“ – wohlige Schauer und pure Romantik, schwelgender Operngesang und dämonisches Orgelspiel, dazwischen die anrührende Tragik einer unmöglichen Liebe. Gaston Leroux‘ legendärer Roman vom musikalischen Genie mit verbrecherischen Zügen tief unter der Pariser Oper hat schon vor Andrew Lloyd Webbers fulminantem Musical die Welt begeistert. 15 Jahre nach dem Erscheinen des Bestsellers kam 1925 die kongeniale Verfilmung mit Lon Chaney in die Kinos und machte aus der Geschichte endgültig den Mythos ‚Phantom der Oper‘.
Dem Film stand Leroux ohnehin nahe; der Fantomas-Darsteller René Navarre war sein Nachbar und zeitweiliger Geschäftspartner in einer Filmproduktionsfirma. Rupert Julians grandioser Film von 1925 steht dem Buch von allen Adaptionen am nächsten. Er begründete zahlreiche Bilder in den Köpfen der folgenden Jahrzehnte wie das vom ‚Roten Tod‘ auf der Treppe der alten Pariser Oper, dessen frühe Experimente mit Technicolor für außergewöhnliche Wirkungen sorgten.
Die Filmmusik von Carl Davis liegt ebenfalls sehr nahe an der Musikwelt des Romans, der in eine Produktion von Charles Gounods bekanntester Oper „Faust“ („Marguerite“) eingepasst ist. Andererseits findet sie packende musikalische Bilder für den Charakter des Phantoms – in den Worten des Komponisten: „Entsetzen, pures Entsetzen“.

Rupert Julian/Carl Davis (1879-1943/*1936)
Das Phantom der Oper (Film 1925/Musik 1996)

Neue Philharmonie Frankfurt
Dirigent: Jens Troester

So., 12. Februar 2017
Praeludium: 16.00 Uhr
Konzertbeginn: 17.00 Uhr

Capitol Theater Offenbach

FILMPHILHARMONIC EDITION
Film mit Genehmigung der Photoplay Productions Ltd.,
Musik mit Genehmigung von Carl Davis/Faber Music Ltd.

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