13. Mai 2017, Congress Park Hanau

Rausch der Sinne und knisternde Spannung verhaltener Erotik, explodierendes Leben, das Elementare des Saufgelages und über, unter, vor und hinter allem der stoische und zugleich vitale Prunk der Schicksalsgöttin: Carl Orffs „Carmina Burana“, 1937 uraufgeführt, ist das erfolgreichste oratorische Werk des 20. Jahrhunderts.
Die Texte basieren auf einer Benediktbeurer Handschrift aus dem 13. Jahrhundert, sind aber viel mehr als nur ein Schaufenster ins Mittelalter. Orff hat sie so jetztzeitig und diesseitig vertont, dass 800-jähriger Text und 80-jährige Musik noch heute frischer wirken als mancher Hit aus den Charts.

1942 schrieb Aram Chatschaturjan sein Ballett „Gayaneh“. Entstanden als Auftragsarbeit der Kommunistischen Partei der Sowjetunion im Stil des Sozialistischen Realismus, ist es dennoch extrem vital und beinhaltet eine Vielzahl herausragender Sätze. Der berühmteste ist der „Säbeltanz“, zu dem 1961, inmitten des Kalten Krieges, Lilo Pulver in Billy Wilders Komödie „Eins, Zwei, Drei“ auf dem Tisch tanzte.

Aram Chatschaturjan
Gayaneh-Suite Nr.1

Carl Orff
Carmina Burana

Chelsey Schill: Sopran
Gert Hohmann: Tenor
Patrick Ruyters: Bariton
Frankfurter Singakademie (Einst.: Jan Hoffmann)
Neue Philharmonie Frankfurt
Dirigentin: Anna Skryleva

CPS2017-2 Konzert-13-05
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