9. Dezember 2017, Congress Park Hanau

„Der Nussknacker“, Peter Tschaikowskys ein Jahr vor seinem Tod vollendetes, 1892 uraufgeführtes Ballett, entfaltet auf der Basis von E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Nussknacker und Mäusekönig“ eine unendlich bezaubernde musikalische und szenische Bilderwelt. Klassiker daraus wie der „Tanz der Zuckerfee“, der „Tanz der Rohrflöten“ oder der „Blumenwalzer“ sind längst herrliches Kulturgut der Weihnachtsfreude geworden.
Engelbert Humperdincks „Der Weihnachstraum“ ist eine der opulent klingenden Kostbarkeiten aus seiner Märchenmusik nach Maurice Maeterlincks „Der blaue Vogel“. Humperdinck schrieb sie 1910 – im selben Jahr, in dem der wahrscheinlich bedeutendste Komponist von Texten Maeterlincks, Claude Debussy, seine „Première Rhapsodie“ für Klarinette schrieb.
Richard Teschner schließlich war einer der bedeutendsten Puppenspieler seiner Zeit und schuf eines der geistvollsten und schönsten Weihnachtsspiele für Puppen, zu dem er auch eine ebenso zarte wie pittoreske Musik komponierte. Der Konzert- und Filmkomponist Marco Jovic entwickelte daraus eine stimmungsvoll märchenhafte musikalische Krippenszenerie im romantischen Orchesterklang. Musikalischer Haupthandlungsträger wird hier, wie bei Debussy, die Solo-Klarinette sein. Mit ihrer Wandlungsfähigkeit und Expressivität, aber auch lyrischen Ausdrucksfähigkeit, verleiht sie der Szenerie besonders intensive Charakteristik.

Engelbert Humperdinck
Der Weihnachtstraum

Richard Teschner / Marco Jovic
Das Weihnachtsspiel

Claude Debussy
Première Rhapsodie pour clarinette et orchestre

Peter I. Tschaikowsky
Der Nussknacker – große Suite

CPS2017-4 Konzert-09-12
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