16. März 2019, Congress Park Hanau

Kilar Orawa
Mozart Sinfonia concertante KV 297b
Beethoven 7. Sinfonie

Kilars Minimal Music
Viele Trends der Unterhaltungsmusik haben den Sprung in die sogenannte „ernste“ Musik geschafft. Umgekehrt, von der E- zur U-Musik, schaffte es nur die Minimal Music. Hypnotisch kreisende Motive, endlos sich dehnende Klangflächen, eine auf wenige Akkorde reduzierte Harmonik finden sich in Hip-Hop und Techno, als
Untermalung für Filme – und in Wojciech Kilars „Orawa“. Vom zärtlich pulsierenden Beginn bis zum furiosen Finale ist „Orawa“ Minimal Music, Showstück für Streichorchester und zugleich eine Liebeserklärung an die Volkstänze der polnischen Heimat des Komponisten.

Mozarts Handschrift?
1778 schuf Wolfgang Amadé Mozart eine Sinfonia concertante für Bläser. Aber ist es die, die sich unter der sperrigen Köchelverzeichnis-Nummer „K. 297b; K6. Anh. C 14.01“ einen festen Platz im Konzertrepertoire erobert hat? Die musikalische Qualität des charmanten Werks spricht dafür. Doch zu Mozarts Lebzeiten
wurde es nie aufgeführt und das Original-Manuskript ging verloren. Bis heute streiten sich die Experten, was von der 1868 wieder aufgetauchtenPartitur von Mozart stammt und was nicht.
Dass es kaum schönere Musik gibt, mit der ein virtuoses Bläser-Ensemble solistisch glänzen könnte, steht jedoch außer Frage.

Beethovens Siebte
Ludwig van Beethovens explosive siebte Sinfonie, auch sie findet Verwendung als Filmmusik und ist so tänzerisch, dass Richard Wagner sie die „Apotheose des Tanzes“ nannte. Lange Strecken sich festbeißender, in sich kreisender Motive, die Reduktion auf wenige Zellen,manchmal nur eine rhythmische Grundidee, ausgedehnte Passagen unablässiger Wiederholungen sowie ein furioses Finale. Beethovens Siebte – vielleicht das erste Stück Minimal Music der Musikgeschichte?

26. März 2018, Congress Park Hanau
Konzertbeginn: 19.30 Uhr

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