24. September 2011, Congress Park Hanau

Die Reihe Congress Park Sinfonie mit der Neuen Philharmonie Frankfurt startet am Samstag, 24. September um 19.30 Uhr mit funkensprühender Musik von Antonin Dvořák und Rolf Rudin. Ein weiterer musikalischer Leckerbissen ist Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert mit der herausragenden Schweizer Geigerin Julia Becker, Konzertmeisterin des renommierten Tonhalle Orchesters Zürich. Am Dirigentenpult steht Jens Troester, der dem Hanauer Publikum aus den vorangegangenen Spielzeiten bekannt ist.

Wild, Licht und Wald ist das Auftaktkonzert der Spielzeit 2011/12 überschrieben, mit dem die Neue Philharmonie Frankfurt ihr Publikum am 24. September in romantische Naturwelten entführt. Mendelssohns Violinkonzert beeindruckt ebenso mit faszinierend romantischen Sphären wie es mit strahlender Virtuosität glänzt. Passend gegenübergestellt ist die siebte Sinfonie in d-moll von Antonín Dvořák, die als die vielleicht druckvollste des Komponisten gilt. In ihr trifft der Elan seiner bekanntesten Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ auf den Glanz des hochromantischen Orchesters, das in fast wagnerischer Wucht, so gut wie immer mit sprudelnder böhmischer Musizierfreude, eingesetzt ist. Ein Erlebnis von Strahlkraft und Energie erwartet das Hanauer Publikum.

In einer Uraufführung zum 50. Geburtstag des in Erlensee lebenden Komponisten Rolf Rudin erklingt dessen „Bacchanale“ in der Version für Sinfonieorchester. Rudin, im vergangenen Jahr mit dem Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises ausgezeichnet, hat mit der „Bacchanale“ eine rauschhafte Komposition von nahezu filmmusikalischer Bildlichkeit geschrieben, die gleichwohl eine ganz eigene Feder offenbart.

 Die Solistin des Abends, Julia Becker, ist in Rhein-Main keine Unbekannte. Von 1993 bis 1995 war sie erste koordinierte Konzertmeisterin am Hessischen Staatstheater Darmstadt und auch in der Region vielfach in Kammermusikabenden und als Solistin aktiv. Unter anderem spielte sie eines der letzten Kammerkonzerte in der alten Hanauer Stadthalle, bevor diese zum Congress Park umgebaut wurde.

Julia Becker erhielt im Alter von sechs Jahren ihren ersten Geigenunterricht beim Vater. 1985-87 war sie Jungstudentin bei Igor Ozim an der Musikhochschule Köln und 1986-89 Mitglied im Jugendorchester der Europäischen Gemeinschaft (ECYO) unter der Leitung von Claudio Abbado, Zubin Mehta und Vladimir Ashkenazy.

Nach dem Abitur trat sie 1987 in die Berufsausbildungsklasse von Igor Ozim ein und studierte auch Kammermusik mit dem Amadeus-Quartett. 1989 wechselte sie an die Musikhochschule Freiburg zu Prof. Rainer Kussmaul, wo sie 1992 das Diplom «mit Auszeichnung» erhielt. 1990 gewann Julia Becker den Förderpreis der Brahms-Gesellschaft Baden-Baden. Nach ihren Darmstädter Jahren ging sie direkt nach Zürich. 1996 bis 2000 spielte sie zudem im Orchester der Bayreuther Festspiele. Von 2002 bis 2004 studierte sie an der Hochschule Musik und Theater Zürich in Winterthur bei Prof. Nora Chastain und erwarb dort 2004 das Solistendiplom.Jens Troester, der die Philharmonie beim Saison-Eröffnungskonzert leitet, stand zuletzt bei der Wilhelmsbader Sommernacht am Pult der Philharmoniker. Er ist kommissarischer Generalmusikdirektor bei Theater&Philharmonie Thüringen in Gera sowie Gastdirigent diverser weiterer Häuser.

Einführungsvortrag im Paul-Hindemith-Saal

Eine Stunde vor Konzertbeginn gibt es im Paul-Hindemith-Saal einen Einführungsvortrag von Dr. Ralph Philipp Ziegler, dem Künstlerischen Leiter der Neuen Philharmonie Frankfurt.

FOTO Julia Becker
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