Zeit für Größe – und große Gefühle! Kaum ein Klassik-Crossover-Programm vereint so viele große bekannte und großartige Rock-Titel mit packender Klassik – mit dem Zeug zum Festival-Maßstab. Wenn bei uns der kultmäßige Woodstock-Vogel auf einer Kanone sitzt, steht die Kanone für ganz etwas anderes: für den enormen Druck und Schub, den die großartigen Titel dieses Programms entfalten. Natürlich auch mit einer der ganz großen Hymnen des Woodstock-Festivals. Die Kanone zeigt aber auch das revolutionäre Ethos, das im 18. und 19. Jahrhundert die Demokratiebewegungen mittrug. Ludwig van Beethovens grandiose ‚Egmont‘-Ouvertüre klingt genauso glänzend nach Heldentum und Frieden, wie Hector Berlioz‘ ursprünglich als Revolutionsmarsch geschriebener ‚Marche au supplice‘, der als ‚Gang zum Schafott‘ in regelrecht kinomäßiger Drastik eine nicht wirklich menschenfreundliche Erfindung der Revolutionsepoche glossiert. Vor so viel geballter Geschichte stehen ganz, ganz große Titel der jüngeren Zeit, die Revolte und Freiheit feiern: ‚Summer of 69‘, ‚Sledge Hammer‘, ‚Stairway to Heaven‘ und natürlich unverzichtbar Joe Cockers epochale grandiose majestätische explosive Beatles-Paraphrase: ‚With a little Help from my Friends‘.

Keine Crossover-Show der Neuen Philharmonie Frankfurt umfasst so viele Kult-Gitarrensoli wie dieses Programm – eine regelrechte Galerie von Kabinettstückchen und epischen Meisterwerken – gekrönt von einer musikalischen Fiktion höchsten Ranges: Pink Floyds ‚Shine on, you crazy Diamond‘, orchestral ins Monumentale entfaltete Sphärenmusik als Symbol einer ganzen Epoche. Ganz klar, dass im Finale die Hymne der Generation zündet, von denselben Künstlern geschaffen und selbstredend authentisch mit Kinderchor intoniert: ‚We don’t need no education‘

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