Kurz vor der Jahrtausendwende als Orchester fürs neue Jahrhundert – so wurde die Neue Philharmonie Frankfurt 1999 gegründet. Konsequenterweise markieren gleich zwei der ersten Projekte ganz klar die stilistische Aufstellung des Orchesters: Die Begleitung der Ausnahme-Sopranistin Sarah Brightman bei ihren Europatourneen und Gala-Auftritte mit dem New Yorker Met-Bariton Bruno Caproni in blühenden Parkanlagen.
Binnen weniger Jahre war die Neue Philharmonie Frankfurt als eines der führenden Crossover-Orchester in der Bundesrepublik etabliert und begleitete Künstler aus dem Oberhaus des Rock’n’Roll, von Ian Anderson bis Deep Purple, Sabrina Setlur bis Udo Lindenberg, Giora Feidman bis Bobby McFerrin. CD-, DVD- und TV-Produktionen für den internationalen Markt begleiten diese Tätigkeit.

Im Gala-Bereich wurde die Neue Philharmonie Frankfurt beispielsweise von der Eröffnung 1999 ab für zwei Jahre zu regelmäßigen Galakonzerten von der Autostadt Wolfsburg verpflichtet, spielte zahlreiche Klassik-/Pop-/Filmmusik-Konzerte mit eigenen Produktionen (oder mit Stars) und produzierte u.a. eine aufwändige Licht-Sound-Synthese für die Winterinszenierung 2002 mit. Die Philharmonie brachte den 2001er 7er-BMW mit Batman- und Indiana-Jones-Soundtracks mit auf Spur und feierte mit der Kanzlerin, Thomas Gottschalk und zahlreicher weiterer Prominenz auf der Ingolstädter Bühne das 100jährige Jubiläum von AUDI. Um nur einige Beispiele zu nennen…

2005 war ein zentrales Jahr: Die Neue Philharmonie Frankfurt wurde sesshaft. Die Stadt Offenbach am Main lud das Orchester trotz des Konflikte befürchten lassenden Namens der Nachbarstadt (siehe München-Rosenheim, Köln-Düsseldorf etc.) ein, seinen Sitz im Capitol Theater zu nehmen. Seitdem wird in dem charismatischen Haus zwischen Kaiser- und Goethestraße geplant, geprobt und oft auch zur Premiere gebracht, was die Neue Philharmonie Frankfurt an musikalischen Neuheiten ausbrütet.

Im Folgejahr startete hier die erste eigene Sinfoniekonzertreihe der Neuen Philharmonie Frankfurt: Die Capitol Classic Lounge, teils mit ausgeklügelten eigenen Konzertformaten, die seitdem dafür gesorgt haben, dass fast das halbe Haus für diese Reihe bereits mit Abonnements belegt ist. Auch Stummfilm mit Live-Orchesterbegleitung ist mit dabei, unter anderem in einem fast abgeschlossenen Zyklus der größten Meisterwerke Charlie Chaplins. 2009 kam eine zweite Konzertreihe dazu, die klassischer angelegte Congress Park Sinfonie in Hanau, die sich derzeit als ähnliche Erfolgsgeschichte abzeichnet.

2001 wagte die Neue Philharmonie Frankfurt erstmals eine eigene abendfüllende Klassik-Crossover-Produktion im Schlosspark Hanau-Wilhelmsbad bei der „Wilhelmsbader Sommernacht“. Nach kürzester Zeit ist dieses Event absolut Kult geworden und zieht jährlich um die 12.000 Besucherinnen und Besucher in den lauschigen Park, einige Wochen später gefolgt vom „Offenbacher Lichterfest“ im dortigen Büsingpark, das mit gut 8.000 Gästen ähnlich stattlich dasteht. Beide sind die größten Klassik-Open-Airs der Rhein-Main-Region – mittlerweile als herausragende Sommer-Events des Orchesters im Trio mit dem Klasse Klassik Sommer in Friedberg, der jährlich mit fünf Konzerten ein knapp einwöchiges Neue-Philharmonie-Frankfurt-Festival bietet.

Das weckt auch bei Veranstaltern anderorts Lust auf die prickelnd gemischten Klänge. So sind die mittlerweile zehn eigenen Crossover-Produktionen der Neuen Philharmonie Frankfurt an Orten wie westfälischen Schlössern oder der Brauerei Wernesgrün, am Neckarufer oder vor der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zu erleben. Programme, in denen schon mal Klaus Doldingers „Das Boot“ und Richard Wagners „Liebestod“ nebeneinander stehen, oder Richard Strauss und Ralph Siegels „Moskau“. Garniert mit Dudelsäcken. Kann nicht passen? Hören Sie sich’s an – mittlerweile weit über 100.000 Besucherinnen und Besucher sehen das anders…

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