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Congress Park Sinfonie 3. Konzert

Haydn Superstar

Englands Musik gehört zu Europa. Und Europas Musiker gehören zu England! Allen voran Gastkomponist Haydn. Er hätte es sich leicht machen können, er war ein Star. Aber Sinfo-ie Nr.104, geschrieben in und für London, ist kunstvoll und schlicht, dramatisch und heiter, sophisticated – und am Ende überraschend volkstümlich. Eine großartige „Letzte“, die Krönung eines sinfonischen Lebenswerks. Der „Morning Chronicle“ schrieb nach der Uraufführung: „Dieser wunderbare Mann versagt nie. Und nie wurden die Früchte seines einfallsreichen und leidenschaftlichen Geistes mit größerer Sorgfalt vom Orchester dargeboten, nie mit tieferer Hingabe von den Hörern entgegengenommen als an diesem Abend …“.

Nationalheld Elgar

Nach der Blütezeit der englischen Renaissance- und Barockmusik (Purcell, Byrd, Dowland) war man auf Importe vom Kontinent angewiesen: Händel, Haydn, Mendelssohn und Weber. Mit Elgar beginnt die musikalische Wiederauferstehung nach fast einem Jahrhundert Stillstand. Kein Import, sondern Brite durch und durch. Heute hauptsächlich bekannt für Enigma-Variationen, große Oratorien, Pomp and Circumstance. Seine Streicher-Serenade zeigt ihn von anderer Seite. Statt Buckingham Palace ein versteckter, sonnendurchfluteter Garten, duftende Rosen und gepflegter englischer Rasen. Drei kurze Sätze von pastoraler Anmut und Harmonie.

Entdeckung der Moderne

Dazwischen eine Entdeckung des 20. Jahrhunderts: Brittens Violinkonzert. Der Komponist hatte es anfangs schwer in der Heimat, das Konzert schrieb er in den USA. Premiere war 1939 mit den New Yorker Philharmonikern unter Sir John Barbirolli. Modern, lyrisch, schön – das perfekte Vehikel für eine ebenso intelligente wie sensible Virtuosin.

Sa. 17.10.2020 | Congress Park Hanau, Paul-Hindemith-Saal
Neue Philharmonie Frankfurt | Mihaela Martin (Violine)
Dirigent: Jens Troester

Karten bekommen Sie z.B. bei Frankfurt Ticket. Über den Direktlink gelangen Sie zum Onlineshop.

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