Das Capitol Theater beeindruckt schon aus der Ferne durch den eindrucksvollen Rundbau des Palladiums, des Großen Saals, der im Wesentlichen den Innenraum der von Fritz Schwarz und Karl Wagner entworfenen Synagoge darstellt. Im Inneren gibt der Raum gewissermaßen die Szenerie einer Oscar-Verleihung in Permanenz vor: Schwere Vorhänge in dunklen Farben, elegante Bogenreihungen, dazwischen die als Markenzeichen des Capitols aufgestellten quasi Oscar-Figuren in schillerndem Gold. Der Raum ist genauso für Bankettbestuhlungen nutzbar wie natürlich als Theater- und Konzertsaal. Je nach Aufführung können hier zwischen 550 und 820 Besucherinnen und Besucher Platz finden.

Erschlossen wird das Palladium über das Atrium, den großzügigen, über die gläserne Überdachung lichtdurchfluteten ehemaligen Innenhof. Dieser Eingangsbereich ist in den Grundformen nahezu original erhalten, und die Stilisierung des säulenumstandenen Tempelvorhofs aus dem Altertum findet dabei Ausdruck in einer transparenten Architektursprache, die in der Umgestaltung durch Jean Pierre Heim regelrecht mediterrane Anmutung erhält.

Als Kleiner Saal schließt auf der anderen Seite des Atriums das Universum (nach der effektvollen Deckenbeleuchtung) bzw. der Max-Dienemann-Saal an. Benannt ist er nach dem angesehenen Rabbiner der Reformbewegungen im deutschsprachigen Raum, der in der Offenbacher Gemeinde wirkte und auch den Bau des heutigen Capitols als Synagoge mit initiierte und begleitete. Von den Grundformen ist dieser Saal noch fast original aus der Entstehungszeit des Hauses erhalten.

Eine gut ausgestattete Bühnenanlage, Probenräume, Garderoben, Cateringräume etc. vervollständigen das Capitol zu einem charakteristischen und vielfältig nutzbaren Veranstaltungsgebäude.

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