Bläser-Kammerkonzert
Um 1750 entsteht die so genannte „Harmoniemusik“: Dieses Ensemble, bestehend aus drei bis vier Blasinstrumenten-Paaren, spielte an Fürstenhöfen gefällige Unterhaltungsmusik, aber auch Arrangements ganzer Sinfonien und Opern, um diese zu verbreiten und populär zu machen. Aus den Serenaden Mozarts entwickelte sich die groß besetzte Bläserkammermusik zu einem eigenständigen Genre. Ludwig van Beethoven erachtete sein jugendliches Oktett als so wertvoll, dass er es zu einem Streichquintett umarbeitete. Ein weiteres gewichtiges Werk ist das Oktett op. 216 von Carl Reinecke. Der Zeitgenosse Mendelssohns, befreundet mit Schumann und inspiriert von Brahms, liebte die Flöte und übertrug ihr, statt der Oboe, die führende Rolle. Und auch im Paris um 1900 waren Bläser-Nonette sehr beliebt, wie die spannenden Werke der Komponisten Vincent d’Indy und Théodore Gouvy beweisen.
Nach der erfolgreichen Mozart-Concertante im Sinfoniekonzert freuen sich die Bläserinnen und Bläser der Neuen Philharmonie Frankfurt auf die strahlenden Klänge ihres eigenen Kammerkonzerts.
Programm:
Gaetano Donizetti (1797-1848) – Sinfonia
Ludwig van Beethoven (1770-1827) – Oktett op.203
Carl Reinecke (1824-1910) – Oktett op.216
Théodore Gouvy (1819-1898) – Petite Suite Gauloise op.90
Kathrin Troester | Flöte
Silke Augustinski / Ayumi Zsovar-Mita | Oboe
Thomas Weißschnur / Robert Dreksler | Klarinette
Symeon Rizopoulos / Stephanie Rahm | Fagott
Lisa Rogers / Astrid Karolius | Horn
