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8. Wilhelmsbader Kammerkonzert

Harpeggio

Die Harfe ist im Orchester nicht zu übersehen. Aber zu hören? Das Kammerkonzert „Harpeggio“ lässt das Publikum staunen, was von der Harfe zu hören wäre, spielten die anderen Instrumente im Orchester nur leiser.

Angeführt wird das Konzert von Claude Debussys Trio für Flöte, Viola und Harfe: Diese Ausnahme-Komposition ist so impressionistisch filigran wie rhythmisch feurig und eines der besten Werke von Debussy. Es folgt die hochvirtuose Komposition des indischen Sitar-Spielers und Beatles-Weggefährten Ravi Shankar „L’Aube enchanté“ („bezaubernde Morgenröte“) für Flöte und Harfe. Aber Harfe kann mehr als impressionistisch: Das Trio für Violine, Cello und Harfe aus der Feder von Henriette Renié, der „Wunderkind“-Harfenistin der vorletzten Jahrhundertwende, steht den berühmten romantischen Klaviertrios von Brahms oder Dvořák in nichts nach. Und da gerade Debussy sich in vielen seiner Kompositionen an das große, zu Beginn des 20. Jahrhunderts fast vergesse Erbe der französischen Barockmusik erinnert, greifen die Musikerinnen und Musiker zu Beginn des Konzertes mit dem 5. Pariser Quartett in die unendliche Kammermusik-Schatzkiste des Georg Friedrich Telemann.

Alexandra Heyn – Harfe, Kathrin Troester – Flöte, Veronika Hagemann – Violine, Olga Hübner – Viola, Philipp Hagemann – Violoncello