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Congress Park Sinfonie 1. Konzert

Unvergänglich
Er ist das Wunderkind des 20. Jahrhunderts. Seine unfassbar frühreifen Werke verblüfften Wien. Mahler und Puccini zählten zu seinen Fans. Die Opern des Teenagers machten weltweit Furore. Und in Hollywood wurde er zum Erfinder der modernen Filmmusik. Erich Wolfgang Korngold, ein mit Begabung überreich Gesegneter – und doch eine tragische Gestalt.
Denn der Zweite Weltkrieg zerstörte seine musikalische Heimat, 1957 starb er, weitgehend vergessen. Heute wird Korngold wiederentdeckt. Die schwungvolle, melodienselige Suite „Viel Lärmen um nichts“ beweist den unvergänglichen Reiz seiner Musik.

Wiederentdeckt

Vergessen und wiederentdeckt – das trifft auch auf Schuberts letzte Sinfonie zu. Die Achte wurde elf Jahre nach Schuberts Tod von Mendelssohn und Schumann uraufgeführt. Mit dem Begriff „himmlische Längen“ beschrieb Schumann den Kern dieser Musik. Schubert gelingt hier nach der sogenannten „Unvollendeten“ sein Durchbruch als Sinfoniker. Eine tiefe romantische Sehnsucht ist Triebfeder des Werks – der Triumph des Finales kommt einer Befreiung gleich.

Unvollendet

Und das Wunderkind des 18. Jahrhunderts? Natürlich Mozart! An den strengen Vater schrieb Wolfgang Amadé, dass er die Flöte als Soloinstrument nicht schätze. Wenig glaubhaft angesichts eines Konzerts, das an Rokoko-Charme und klassischer Grazie unübertroffen bleibt. Wahrscheinlicher ist, dass Mozart eine passende Ausrede suchte – er war mit dem Kompositionsauftrag im Rückstand. Ein Flötenkonzert in G-Dur vollendete er, für das in D-Dur griff er auf das eigene Oboenkonzert zurück. Ein Meisterwerk vom wahrscheinlich „unvollendetsten“ dieser drei Wiener Komponisten – Mozart starb, viel zu früh, im Alter von 35 Jahren.

Sa. 14.03.2020 | Congress Park Hanau, Paul-Hindemith-Saal Einführung: 18.30 Uhr | Konzertbeginn: 19.30 Uhr
Neue Philharmonie Frankfurt | Elya Levin (Flöte)
Dirigent: Jens Troester

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