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Congress Park Sinfonie 2. Konzert

Romantisch
Hornsignale gibt es in der Romantik viele. Die magischen drei Noten am Anfang von Webers Ouvertüre, sie rufen nicht nur Elfenkönig Oberon auf den Plan, sie verzaubern ein ganzes Orchester. Ein Werk, das Weber als Pionier romantischer Klangfarben und Stimmungen zeigt, von geheimnisvoll schimmernd bis glanzvoll prächtig.

Fünfzehn Tage

Genauso lange brauchte Schumann, dann war es fertig, das geniale Cellokonzert. Dass er kein „Konzert für die Virtuosen“ schreiben konnte und oberflächliches Geklingel verabscheute, erweist sich als Segen. Inniger, erfüllter, im Finale auch fröhlich-übermütiger kann man sich Musik kaum vorstellen. Die Schwierigkeit, für ein tief klingendes Soloinstrument zu schreiben, meistert Schumann souverän. Weniger souverän reagierte der empfindliche Komponist auf die Ratschläge des für die Uraufführung vorgesehenen Frankfurter Cellisten Emil Robert Bockmühl. Nach 25 zunehmend hitzigen Briefen kam es zum Zerwürfnis. Das Konzert blieb zu Schumanns Lebzeiten unaufgeführt.

Geschrieben auf Bonaparte

Ein Riss auf der Titelseite: „Intitolata Bonaparte“ stand dort zunächst. Doch Napoleon krönte sich zum Kaiser, und der Zorn Beethovens traf den Korsen – wenn auch nur auf dem Papier. In der „Eroica“ bricht Beethoven mit den meisten Konventionen seiner Zeit und entfernt sich mit Riesenschritten von der klassischen Tradition Haydns und Mozarts. Das zeitgenössische Publikum spaltete er schon mit den kühnen Akkordhieben zu Beginn des ersten Satzes: In glühende Verehrer auf der einen – „ganz überraschend, durchaus neu und schön“ – und erbitterte Gegner – „des Grellen und Bizarren allzu viel“ – auf der anderen Seite. 250 Jahre Beethoven: Herzlichen Glückwunsch!

Sa. 16.05.2020 | Congress Park Hanau, Paul-Hindemith-Saal Einführung: 18.30 Uhr | Konzertbeginn: 19.30 Uhr
Neue Philharmonie Frankfurt | Jonathan Swensen (Cello)
Dirigent: Jens Troester

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