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Congress Park Spezial “Könige und Kaiser”

Romantisch.

Hornsignale gibt es in der Romantik viele. Doch die magischen drei Noten am Anfang von Webers Ouvertüre rufen nicht nur Elfenkönig Oberon auf den Plan, sie verzaubern ein ganzes Orchester. Das Werk zeigt Weber als Pionier romantischer Klangfarben und Stimmungen – von geheimnisvoll schimmernd bis glanzvoll prächtig.

Fünfzehn Tage.

Genauso lange brauchte Schumann, dann war es fertig, das geniale Cellokonzert. Dass er kein „Konzert für die Virtuosen“ schreiben konnte und oberflächliches Geklingel verabscheute, erweist sich als Segen. Inniger, erfüllter, im Finale auch fröhlich-übermütiger kann man sich Musik kaum vorstellen. Die Schwierigkeit, für ein tief klingendes Soloinstrument zu schreiben, meistert Schumann souverän. Weit weniger souverän reagierte er auf die ungebetenen Ratschläge des für die Uraufführung vorgesehenen Frankfurter Cellisten Emil Robert Bockmühl. Nach fünfundzwanzig zunehmend hitzigen Briefen kam es zum Zerwürfnis, Premiere war dann erst 1860.

Geschrieben auf Napoleon Bonaparte.

Ein Riss auf der Titelseite: „Intitolata Bonaparte“ stand dort zunächst. Doch Napoleon krönte sich zum Kaiser und der Zorn Beethovens traf den Korsen – wenn auch nur auf dem Papier. In der „Eroica“ bricht Beethoven mit den meisten Konventionen seiner Zeit und entfernt sich mit Riesenschritten von der klassischen Tradition Haydns und Mozarts. Das zeitgenössische Publikum spaltete er schon mit den kühnen Akkordhieben zu Beginn des ersten Satzes: In glühende Verehrer auf der einen („ganz überraschend, durchaus neu und schön“) und erbitterte Gegner („des Grellen und Bizarren allzu viel“) auf der anderen Seite. Das Urteil heute: Bravo!

PROGRAMM:

Carl Maria von Weber (1786-1826)
Oberon – Ouvertüre (1826)

Robert Schumann (1810-1856)
Konzert a-moll für Violoncello und Orchester, op. 129 (1850)

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sinfonie Nr. 3 in Es-Dur, op. 55 „Eroica“ (1803)

Solist: N.N., Violoncello
Orchester: Neue Philharmonie Frankfurt
Dirigent: Jens Troester