Mit der 2. Congress Park Sinfonie setzte die Neue Philharmonie Frankfurt ihre Saison mit einem Programm fort, das Wärme, Virtuosität, Humor und Genie auf ebenso kluge wie unterhaltsame Weise vereinte. Unter der Leitung von Jens Troester entfaltete sich ein Abend, der den Geist der Winter- und Weihnachtszeit aufgriff, ohne in bloße Beschaulichkeit zu verfallen – vielmehr verband er emotionale Nähe mit orchestraler Brillanz und feinsinnigem Witz.
Den Auftakt bildete die Christmas Overture von Samuel Coleridge-Taylor, ein Werk von unaufdringlicher Herzlichkeit und farbigem Klang. Das Orchester zeigte diese Mischung aus Charme und Eleganz mit Präzision – ein liebevoller Einstieg, der sofort Nähe zum Publikum herstellte.
Es folgte ein Höhepunkt instrumentaler Virtuosität: Robert Schumanns Konzertstück für vier Hörner. Gemeinsam mit dem QuadriCor Hornquartett wurden die Möglichkeiten des Ventilhorns voll ausschöpfte. Vom schwungvollen ersten Satz über die innige Romanze bis zum furiosen Galopp des Finales überzeugten die Solisten mit technischer Präzision und sichtbarer Spielfreude.
Überraschend und mit leichtem Augenzwinkern führte nach der Pause Dirigent und Komponist Jens Troester in seiner Fantasie über Stille Nacht die berühmte Melodie durch sieben charaktervolle Variationen. Ein Werk, das schmunzeln ließ und zugleich berührte und einmal mehr zeigte, mit welcher Stilsicherheit Troester auch auf kompositorischer Ebene dem Orchester seine ganze klangliche Vielfalt zu entlocken weiß.
Den krönenden Abschluss bildete Tschaikowskys Nussknacker – farbenprächtig, tanzend, meisterhaft orchestriert. Musik, die seit über einem Jahrhundert verzaubert, und die – weit über die bekannte Suite hinaus – bis heute fasziniert.

